Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) haben gemeinsam mit der Stabsstelle Digitalisierung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine eigene KI-Plattform entwickelt: ELOKI – Evangelisch. Lernend. Offen. KI. In Bayern läuft inzwischen auch der Pilot. Der Start auf rheinischem Kirchengebiet wird sich allerdings verzögern. Der Grund sind mehrere noch ungeklärte datenschutzrechtliche Fragen zur Datenverarbeitung und Zugriffskontrolle. Von der Sicherstellung eines datenschutzkonformen Regelbetriebs hängen aber die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen mit der bayerischen Partnerkirche ab.
Mit ELOKI entsteht ein datenschutzkonformer kircheneigener KI-Dienst, der Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie die verantwortungsvolle Nutzung von Künstlicher Intelligenz ermöglichen soll – ohne Abhängigkeit von großen Technologieunternehmen. Der neue Dienst erfüllt die strengen Datenschutzvorgaben des Datenschutzgesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland (DSG-EKD), nutzt offene Standards und wird vollständig unter kirchlicher Kontrolle betrieben. Persönliche Nutzerdaten verlassen die kirchliche Infrastruktur nicht – sie bleiben geschützt und in der Hoheit der Kirchen.
Auch anderen Landeskirchen und kirchlichen Einrichtungen steht ELOKI künftig offen. Für die technische Umsetzung setzt ELOKI auf das Kirchliche Rechenzentrum Südwest (KRZ SWD) und den europäischen Cloud-Anbieter StackIT.